Die AL MANAR – Stiftung für islami­sche Bildung und Kultur in Hamburg

Es ist die erste islamische Stiftung in Norddeutschland.

Gründung:

Der Stifter ist der islamische Bund e.V., der die Stiftung im Jahre 2013 gegründet hat.

Die Gründung von Stiftungen geht auf die mehrfach im Koran enthaltene Aufforderung zurück, dass die Gläubigen spenden sollen. Die Wichtigkeit des Spendens und die damit verbundene göttliche Belohnung wird durch das folgende Gleichnis im Koran (02:261) beschrieben: „Das Gleichnis derjenigen, die ihren Besitz auf Allahs Weg ausgeben, ist das eines Saatkorns, das sieben Ähren wachsen läßt, (und) in jeder Ähre hundert Körner. Allah vervielfacht, wem Er will. Und Allah ist Allumfassend und Allwissend.“

Stiften ist eine besondere Form des Spendens, bei der eine gewisse Kontinuität bzw. Nachhaltigkeit angestrebt wird. Der Prophet Muhammad (s) hat sinngemäß einmal gesagt: „Wenn der Mensch stirbt, wird er (vom Verdienst) seiner Taten getrennt, außer in drei (Fällen): eine Spende, die fortdauert (arab. Sadaqa dscharija), Wissen, das Nutzen bringt, und aufrechte Nachkommenschaft, die für ihn betet“. Dementsprechend wurde die islamische Kultur vom Stiftungswesen geprägt und man kann von einer Stiftungskultur im Islam sprechen.

Ziele:

Die Stiftung AL MANAR (arab. Leuchtturm) hat mit einem deutlichen Bekenntnis zum Islam und zur Stadt Hamburg als Ziel die Errichtung eines islamischen Kulturzentrums. Dieses Zentrum soll ausreichend Platz für religiöse, kulturelle und soziale Bedürfnisse der Hamburger Muslime bieten und ist offen für alle Hamburger durch die Schaffen von Begegnungsstätten zum Abbau von Vorurteilen und zum Verbessern des gesellschaftlichen Miteinanders. 

Weitere Schwerpunkte der Stiftung:

Ein wichtiger Schwerpunkt der Stiftungsarbeit ist die islamische Bildung, vor allem von Menschen und Familien mit Migrationshintergrund insbesondere Frauen und Jugendlichen.

So initiieren wir als AlManar Stiftung Hamburg bereits seit Jahren eine Reihe von Projekten, die diesem Schwerpunkt dienen, wie z.B.:

  • Großprojekte für den gesellschaftlichen Dialog (Hamburger Ramadan Pavillon) mit
    • Kooperation zwischen diversen gesellschaftlichen Akteuren der Stadt Hamburg, des Stadtteils Sankt-Georg
    • Ehrenamtliches Engagement und Empowerment von 2. Generationsmuslime
    • Abbau von Vorurteilen
    • Podiumsdiskussionen, OpenMic-Runden, Townhall-Debate
    • Theaterauftritte von Jugendlichen
    • Interkulturelle und interreligiöse Begegnung von Erwachsene, Jugendlichen und Kinder 
    • Kunst im interreligiösen Dialog
    • Workshops für die Vertiefung von Softskills (in der Vorbereitungsphase von Großprojekten)
    • Aufbau einer nahbaren Dialogplattform für Nicht-muslime um mit Muslime in Kontakt zu kommen.
  • Empowerment von Frauen und Jugendliche indem unsere Stiftung Seminare, Fortbildungen, Workshops und Fortbildungen anbietet
  • Unterstützung von Projekten im Bereich Umweltschutz (Jumuaa for Future) 
  • Projekte für die islamische Bildung (Sirah Ausstellung
  • Empowerment von muslimische Lehrbeauftragte (iBiKo islamische Bildungskonferenz) durch Fachkonferenzen
  • Freizeitprojekte mit Jugendliche (Muslim Ferien Camp
  • Empowerment von Jugendliche (Juleika)

Ein besonderes Merkmal unserer Stiftungsarbeit ist das herausragende Engagement von Frauen in strategischen und operativen Bereichen. Unsere Stiftung finanzierten und entwickelten Projekte, die von Frauen geplant, umgesetzt und erfolgreich abgeschlossen werden.  

Ein weiterer Schwerpunkt der Stiftung ist die Organisation und die Förderung von Projekten, welche dem positiven Austausch, dem Dialog und dem Zusammenleben von Muslimen und Nicht-Musli­men dienen und  den interreligiöse Dialog fördern.